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EGGERS gegen den Strom:

Deichbau in Nord und Ost

Nicht immer sind Baustellen so idyllisch wie hier. Die Elbe fließt an dieser Stelle ruhig durch die schöne, grüne Landschaft. Das war jedoch nicht immer so: Die Regionen um Fischbeck und Havelberg im nördlichen Sachsen- Anhalt waren im Jahr 2013 in aller Munde, als das verheerende Hochwasser weite Teile des Landkreises Stendal verwüstete. Um in Zukunft eine Wiederholung auszuschließen, arbeitete die EGGERS Umwelttechnik Wittenberge in Havelberg am Ausbau der Deiche. In Fischbeck arbeiten die Spezialisten von Eggers gemeinsam mit dem Bauunternehmen Willi Meyer. Die Fertigstellung dieses Deiches erfolgt im Mai 2018. Der Deichbau ist gar nicht so einfach: Ein Deich besteht entgegen der landläufigen Meinung aus wesentlich mehr als nur aufgehäufter Erde. „Für den Bau von drei Kilometer Deich benötigt man im Schnitt zwei Jahre“, so Jürgen Keiper, Projektleiter von der EGGERS Umwelttechnik Wittenberge. Jeder Deich ist individuell, denn die verbauten Erden richten sich immer nach den geologischen Gegebenheiten vor Ort. Der gerade im Bau befindliche Deich in Fischbeck und der fertig gestellte Deich in Havelberg sind sogenannte Dreizonendeiche. Die erste, zum Wasser hin gelegene Zone besteht aus weitestgehend wasserundurchlässiger Erde. Die zweite Zone, bestehend aus einem Kern aus Mischboden, bildet die Mittelschicht zwischen der ersten und der dritten Zone, die aus einem wasserdurchlässigen Kies-Sand-Gemisch auf der vom Wasser abgewandten Seite besteht. Deiche werden logischerweise in Hochwassergebieten gebaut, was eine besondere Herausforderung für die EGG ERS- Mitarbeiter vor Ort darstellte. Während der Arbeiten mussten zu jeder Zeit die Richtlinien für den Hochwasserschutz eingehalten werden und es musste immer wieder mit Überschwemmungen gerechnet werden. Auch die Bedeutung der Region als Naturschutzgebiet sowie ihre Rolle im Zweiten Weltkrieg machten das Projekt besonders. „Deswegen haben wir es hier schon mit einer sehr sensiblen Baustelle zu tun, da wir quasi ständig damit rechnen müssen, auf Kampfmittel und historische Fundstücke zu stoßen“, so Dennis Marske, Bauleiter von Eggers Umwelttechnik. Inzwischen ist es geschafft: Die neuen Deiche stehen und schützen die Region nun zuverlässig vor neuen Hochwassern.

Bildquellen: Sebastian Engels & Florian Diehl

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