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Geschäftsbereich

Kampfmittelbergung

Die Suche und das Freilegen von Bombenblindgängern, Munition und anderen Kampfmitteln übernehmen die Spezialisten der EGGERS-Kampfmittelbergung GmbH.

Ende 2005 wurde durch den Senat die Neuorganisation der Kampfmittelräumung in Hamburg beschlossen. Der Kampfmittelräumdienst der Hamburger Feuerwehr übernimmt weiterhin die Luftbildauswertung und die Gefahrenabwehr (Entschärfung, Abtransport und Entsorgung). Den Grundeigentümern obliegen die Auftragsvergabe für Sondieren, Geländevorbereitung, Suchen und Freilegen der Kampfmittel sowie die Wiederherstellung des Geländes.


Verfahrenstechniken

Unserem gut ausgebildeten und erfahrenen Personal stehen alle gängigen Techniken, auch bei schwierigen Platz- oder Untergrundverhältnissen zur Verfügung. Die Untersuchungsmethoden machen sich das auf der Erde vorhandene Magnetfeld zunutze. Stoffliche Veränderungen im Untergrund wie z.B. Eisenteile beeinflussen die magnetischen Kennwerte messbar und sind somit aufspürbar.

Gern beraten unsere Experten auch im Vorfeld von anstehenden Projekten oder erarbeiten Konzepte. Häufig können wir unseren Kunden durch die Kombination von Kampfmittelsuche und der Herstellung von Baugruben erhebliche Kosten und Zeit in der Ausführung einsparen.

Folgende Sondierungsverfahren kommen auf unseren Räumstellen zum Einsatz:

  1. Oberflächendetektion mit Gradiometermeßsystemen

    Die Obertlächendetektion ist das in den meisten Fällen angewandte Detektionsverfahren zur Überprüfung einer Fläche auf das Vorhandensein möglicher Kampfmittel im Untergrund.

    Bei der Oberflächendetektion mit Gradiometermeßsystemen unterscheiden wir in Abhängigkeit von den zum Einsatz kommenden Meßinstrumenten in:

    • Oberflächendetektion manuell
    • manuelle computergestützte Oberflächendetektion. mit oder ohne DGPS -Unterstützung (DGPS = Diferential Global Positioning System)
    • Oberflächendetektion mit Mehrkanalsystem
    • Oberflächendetektion mit DGPS -gestütztem MehrkanaIsystem
    • Oberflächendetektion mit DGPS -gestützten Cäsium-Dampf-Detektoren.

    Bei der Oberflächendetektion werden die jeweiligen Meßsysteme in einem bestimmten Abstand (üblicherweise ca. 10 Gm) über die jeweilige Geländeoberfläche geführt.

  2. Oberflächendetektion mit elektromagnetischen Meßsystemen

    Die Oberflächendetektion mit elektromagnetischen Meßsystemen dient zur Überprüfung von Flächen auf das Vorhandensein möglicher nicht detonierter Kampfmittel und Minen im Untergrund.

    Diese Meßsysteme werden auch, auf Grund des hier genutzten Meßverfahrens, als "aktive" Meßinstrumente bezeichnet. Es wird hier unterschieden in

    • Oberflächendetektion manuell
    • Oberflächendetektion mit Mehrkanalsystem.

    Bei der Oberflächendetektion werden diese Meßsysteme in einem bestimmten Abstand über die jeweilige Geländeoberfläche geführt. Elektromagnetische Meßsysteme werden zum Einsatz gebracht in Bereichen. in denen auf Grund der vorherrschenden meßtechnischen Situation mittels der "normalen" geomagnetischen Meßverfahren keine eindeutigen Meßdaten durch Gradiometer erzielt werden können.

    Solche Bereiche können z. B. sein:

    • Baugruben mit Spundwänden
    • Flächen im "Schatten" von stark ferromagnetisch belasteten Baulichkeiten
    • Straßenquerungen für Kabelschächte u.s.w.
  3. Bohrlochdetektion

    Die Bohrlochdetektion ist ein spezielles Detektionsverfahren zur Lokalisation von hauptsächlich im tieferen Untergrund befindlichen nichtdetonierten Bomben und kommt zum Einsatz in Situationen, wo mittels einer Oberflächendetektion keine Aussage zum möglichen Vorhandensein von Bombenblindgängern gegeben wer- den kann. Solche Situationen können sein:

    • Überprüfungen im unmittelbaren Bereich zu Spundwänden
    • Trümmergrundstücke u.s.w.

    Bei diesem oetektionsverfahren werden Bohrungen niedergebracht und mittels Kunstsoffrohren "verkleidet", in welche die Meßinstrumente bis zum Grund herabgelassen werden. Je nach meßtechnischer Situation im Bereich der zu überprüfenden Flächen werden unterschiedliche Meßverfahren zum Einsatz gebracht. Diese unterschiedlichen Meßverfahren können sein:

    • Passive Meßverfahren: Messung von Störungen des Erdmagnetfeldes
    • Aktive Meßverfahren: Erzeugung eines Magnetfeldes und Messung der Störung dieses Magnetfeldes durch im Meßbereich befindliche leitfähige Objekte
  4. Oberflächendetektion mit Geo Radar-Meßsystemen

    Das GeoRadar dient als ergänzendes und eigenständiges Meßverfahren, welches in Bereichen der Oberflächendetektion zum Einsatz gebracht wird, in denen mittels der normalen Magnetik auf Grund meßtechnisch relevanter Situationen keine Aussage zu möglichen Kampfmitteln getroffen werden können.

    Solche Situationen können sein:

    • versiegelte und mit Armierung versehene Flächen z.B. in Kellerbereichen
    • Flächen in Kellerbereichen
    • Bereiche mit ferrithaitigen Bodenverfüllungen u.s.w.

    Weiterhin werden GPR (Ground Penetration Radar)-Systeme in Kombination mit Metalldetektoren zur Suche nach Minen eingesetzt. Ebenso können diese Meßsysteme zur Qualitätskontrolle eingesetzt werden.

    Zur Auswertung der Radarsignale werden entsprechende Soft- wareprogramme aus den geophysikalischen Wissenschaften zur Anwendung gebracht.

  5. Lagenweiser Bodenabtrag gemäß BGI 833

    Der lagenweise Bodenabtrag erfolgt immer in Kombination mit Oberflächendetektionsverfahren und kommt zur Anwendung in Bereichen, in denen weder mittels Oberflächen-, noch durch Bohrlochdetektion auf Grund meßtechnisch relevanter Störungen eine Aussage zu Einzelobjekten gegeben werden kann.

    Dieses Verfahren der Kampfmittelüberprüfung erfolgt immer in Kombination mit einer abschließenden Sohlensondierung der Baugrube oder des geschaffenen Verlegegrabens.

    Der Einsatz von Separieranlagen erfolgt im Bedarfsfall parallel.

Leif Nebel +49 4109 2799-82 +49 4109 2799-70

Ulfried König Kalkulation +49 4109 2799-79 +49 4109 2799-70

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SGU-Managementsystem SCCp 2017-12-07 PDF 446 KB Download

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