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Baggern, wo die Kriegsmarine ihre mächtigsten

Schiffe entwarf

Auf einer bisher überwiegend gewerblich genutzten Fläche in Hamburg-Barmbek entsteht auf acht Hektar in naher Zukunft ein Wohnquartier mit ca. 670 Wohnungen.

Bevor gebaut werden kann, müssen allerdings noch die ehemalige Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt, die in der Zeit von 1913-1945 im hohen Maße von der Kriegsmarine genutzt wurde, und andere Gebäude weichen. Im Detail beinhaltet der vorzunehmende oberirdische Abbruch die Beseitigung von Gebäuden und Gebäudeteilen einschließlich der Räumung, Entrümpelung und Demontage schadstoffhaltiger Baustoffe sowie der Entkernung und dem Abbruch der Gebäude- und Tragkonstruktionen. Die zurückgebauten Betonteile werden zerkleinert, separiert und für die Entsorgung aufbereitet. Dafür kommen bis zu neun unterschiedliche Bagger- und drei unterschiedliche Radladertypen zum Einsatz. Um dabei die Ruhe der Anwohner zu garantieren, wird das Baufeld mit Mikrofonen überwacht und die Abbruchbereiche mit Schallschutz-Containern eingehäust.

Auch unterirdisch warten Herausforderungen auf das Expertenteam von EGGERS, das bei diesem Projekt fast die gesamte Unternehmensgruppe repräsentiert. Mit dabei sind die EGGERS Umwelttechnik, EGGERS Tiefbau, EGGERS Kampfmittelbergung, der EGGERS Containerdienst sowie Karl Eggers & Sohn.

Im Rahmen des unterirdischen Abbruchs werden auch die ehemaligen Schiffskanäle zurückgebaut, in denen vor und während des Zweiten Weltkriegs unter anderem Strömungsversuche für den U-Boot- und Schlachtschiffbau durchgeführt wurden.

„Die bis zu acht Meter tiefen und ursprünglich bis zu 450 Meter langen Kanäle stellen uns vor eine doppelte Herausforderung: In der Nachkriegszeit wurden sie mit Trümmerschutt verfüllt. Aufgrund des Munitionsverdachts erfolgt der Aushub mit entsprechenden Baggern und in Begleitung der Kampfmittel-Experten von EGGERS. Die Kanal-Außenwände sind außerdem teilweise mit einem Schwarzanstrich versehen, welcher vor dem Abbruch abgefräst werden muss“, so Projektleiter Özgür Önes. Sind die Altlasten entfernt, entsteht dort das neue Quartier mit Kleingärten und Kita.

Projektkennzahlen:

  • 37.000 m³ Trümmerschutt ausbaggern in Kampfmittelbegleitung
  • 8 ha große Fläche ist zu beräumen
  • 13.500 m² Rückbau Hallenböden aus Stahlbeton
  • 10.000 m² Abbruch Betondecken
  • 50.000 m³ Bodenbewegung
  • 130.000 t Bauschuttentsorgung
  • 100.000 t Bodenentsorgung
  • 55.000 m³ Verfüllsand werden geliefert
  • 77.000 m³ Wasserfördermenge aus Wasserhaltung

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