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Hier ist

Vorsicht geboten

Die Arbeiten auf der Deponie in Bremerhaven erfordern besondere Sicherheitsvorkehrungen.

Zentral gelegene Mülldeponien sorgen bei Anwohnern oft für Unmut. Auch die Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft (BEG), Betreiber der Deponie Grüner Wall im Stadtteil Speckenbüttel-Bremerhaven, bekam in den letzten Wochen viele Vorwürfe zu hören. Das Medieninteresse war dementsprechend groß. Die Deponie liegt in unmittelbarer Nähe zum Stadtpark Speckenbüttel und wird seit 1958 zur Ablagerung von unterschiedlichen, nicht verbrennbaren Abfällen betrieben, die aus der Region Bremerhaven stammen.

Nun will die BEG den bestehenden Deponiekörper erweitern. Hierfür stellt EGGERS Umwelttechnik Nordwest auf einem Teilabschnitt der Deponie eine sogenannte multifunktionale Abdichtung (MFA) her. Das ist ein noch relativ neuer Trend im Deponiebau. Statt eine neue Deponie zu bauen, wird die bestehende aufgestockt – das spart Zeit und Geld. Die MFA ist also eine Art Zwischenabdichtung: Sie dient zum einen als Oberflächenabdichtung des bestehenden und zum anderen als Basisabdichtung für den neuen Deponiekörper.

Das Auftragsvolumen für das Projekt beträgt rund 1,2 Mio. Euro. Arbeiten auf Deponiebaustellen bedeutet immer auch Arbeiten in kontaminierten Bereichen. „Die Arbeiten auf der Deponie Grauer Wall müssen rund um die Uhr messtechnisch überwacht werden“, so Bauleiter Ralf Wrocklage. „So stellen wir sicher, dass sich die Arbeiter nicht in Gefahr begeben. Zusätzlich sind alle Arbeiter mit Schutzkleidung und, wenn notwendig, mit Atemschutzgeräten ausgestattet. Auch die Baugeräte müssen mit Schutzbelüftungen ausgestattet sein. Zusätzlich ist auf der Deponie eine Schwarz-Weiß-Anlage, eine Art Durchgangscontainer, aufgebaut worden.“

Abgesehen von der zentralen Lage der Deponie hat der Standort eine weitere Besonderheit: Rund zwei Kilometer entfernt hat der Feuerwerkshersteller Comet seinen Sitz. „Dieser testet regelmäßig zur Mittagszeit seine Raketen – das Feuerwerk ist dann immer eine schöne Ablenkung von der körperlich doch sehr belastenden Arbeit und macht unsere Mittagspause zu einem ‚Highlight‘“, erzählt Ralf Wrocklage.

 

Schwarz-Weiß-Anlagen: Sicheres Arbeiten auf kontaminierten Baustellen

Eine Schwarz-Weiß-Anlage vermeidet, dass schadstoffhaltige oder verkeimte Stoffe oder Gegenstände die Baustelle verlassen. Sie besteht in der Regel aus drei miteinander verbundenen Räumen:

  • Der Weiß-Bereich: Hier können die Arbeiter ihre Straßenkleidung sowie Wertsachen ablegen bzw. aufbewahren und sich später wieder umziehen.
  • Der Mittelteil (Sanitärbereich): Dieser enthält die sanitären Einrichtungen, z. B. Waschbecken, Duschen und Toiletten.
  • Der Schwarz-Bereich: Auf der dem kontaminierten Arbeitsbereich zugewandten Seite schließt sich an den Sanitärbereich der sogenannte Schwarz-Bereich an. Hier wird die Arbeitskleidung an- bzw. abgelegt.

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